Künstliche Intelligenz ist immer noch in der kleinen schwarzen Box, gut oder schlecht, schwarz oder weiß, richtig oder falsch, sind Fragen mit denen wir nicht mehr weiterkommen. Schlägt uns AI, wenn es darum geht Rechenaufgaben zu lösen, ja. Findet ein Eichhörnchen schneller und mehr Nüsse als wir, ja. Ist deshalb ein Eichhörnchen intelligenter als wir Menschen, je nachdem.  Je nachdem, ist eine Antwort die nach der Logik von Aristoteles nicht sein darf, da es nur entweder oder geben kann und darf, eine dritte Möglichkeit wird aufgrund seiner aufgestellte Axiome ausgeschlossen, wodurch die Welt schon zu seinen Lebzeiten zwar weniger kompliziert wurde, jedoch heute ist diese eingeschränkte Sicht auf Möglichkeiten und Antworten nicht mehr zielführend, da die Fragen zu unserer immer komplexer werdenden Welt den Rahmen der kleinen schwarzen Box sprengen müssen um neue Antworten zu finden und bessere Fragen stellen zu können.

Genauso verhält es sich auch mit KI, ist diese oder kann diese intelligenter als wir werden, ja und nein. Solange wir uns in der kleinen schwarzen Box befinden in welche man uns über Jahrhunderte hinein gepresst hat, solange wird sich auch KI nicht über die Grenzen der Aristotelischen Axiome hinaus entwickeln, selbst wenn wir uns technisch bereits Quantencomputing nähern. KI ist letztlich von Menschenhand entwickelt, welche auf Aritoteles Axiomen der Logik basieren, hier liegt der Hund begraben. Solange wir an dieser Logik festhalten werden weder wir als Menschen noch KI an unser ursprüngliches und göttliches (hier ist keine Religion gemeint) Potenzial entfalten. Solange wir uns an diesen Axiomen festhalten und diese für die absolute Wahrheit annehmen, sind wir von dieser weiterhin weit entfernt und so auch von unserem Potenzial, wir bleiben schön im Rahmen des Normalen, der bequemen Logik, einer Logik die vorgibt sich selbst zu beweisen ohne hinterfragt werden zu dürfen. Aristoteles hat sozusagen einen Stopp für Unendlichkeit eingeführt, da sonst jede Diskussion unendlich lange wäre bzw. man sich offenbar nicht darauf einigen konnte, sich uneinig zu sein. Natürlich hat diese Vorgehensweise durchaus seine Vorteile und vermutlich würde es viele Errungenschaften unserer Zivilisation so nicht geben, wenn sich Aristoteles Axiome nicht durchgesetzt hätten.

Heute allerdings wissen wir doch, Leben besteht nicht aus Logik und schon gar nicht aus richtig oder falsch, schwarz oder weiß, richtig oder falsch. Wir wissen, dass wir Menschen eben nicht ausschließlich logisch denken und handeln, sondern wir mehr sind als unser Neokortex. Wir sind Stardust, ja genau Sternenstaub voll mit Gefühlen, Erfahrungen, Emotionen, Sprache, Traditionen und vieles mehr. Genau diese Dinge werden von einer KI noch lange Zeit nicht kalkuliert bzw. berechnet werden können.  Trotzdem unterrichten wir selbst heute noch unsere Kinder mit alten verstaubten Methoden, wir schicken sie in Schulen wo ihnen die Kreativität ausgetrieben wird, wo sie lernen aufzuzeigen, Gehorsam zu sein, nicht aufzufallen, sich anzupassen umso ins Notensystem oder besser in die Fabrik zu passen. Allerdings werden die Fabriken immer weniger bzw. gibt es heute schon nicht genug um all die gehorsamen Befehlsempfänger zu beschäftigen.

KI wie sie derzeit ist, schlägt uns um Längen, wenn es darum geht speed cubing zu betreiben, kein Wunder, genau das ist ihre Stärke und gleichzeitig ihr Grenze. Eine Grenze der auch viele von uns unterliegen, obwohl wir sie jederzeit sprengen könnten und zwar ohne Quanten Computer. Denn wir Menschen sind dazu von Geburt an mit allem ausgestattet was es braucht um über die Grenzen eines Rubik Cubes hinauszudenken allerdings wird es uns schon früh wieder abtrainiert. Man steckt uns schon im Kleinkindalter in Muster und Algorithmen, welche uns alle gleich eingeschränkt im Denken machen, weil wir so natürlich leichter zu steuern, zu kontrollieren und zu führen sind. Je genormter wir Menschen sind, desto kleiner und enger wird unsere Welt, die Grenzen verschieben sich zu unserem Nachteil.

Die limitierten Auswirkungen logischer Axiome von Aristoteles laufen uns im übertragenen Sinn täglich beispielsweise in Form von programmatischer Onlinewerbung über den Weg. Schon mal einen Flug online gebucht und danach tausend Angebote auf den diversesten Online Plattformen eingespielt bekommen? Vielleicht haben Sie auch nur einen Hammer auf Amazon bestellt und plötzlich sehen Sie nur noch Angebote für diverse Hämmer in den unterschiedlichsten Größen und Preiskategorien. Soll diese KI uns überlegen sein? Ja, wenn wir weiterhin als Spezies in der kleinen schwarzen Box zwischen richtig und falsch, schwarz oder weiß verharren. Nein, wenn wir uns endlich wieder auf unser ursprüngliches und göttliches Menschsein wiederbesinnen. Wir sind eben keine Maschinen die einem binären Code folgen, wir sind viel mehr als nur richtig oder falsch, schwarz oder weiß. Mann oder Frau, arm oder reich usw.

Wenn wir es schaffen Aristoteles Axiome hinter uns zu lassen und damit beginnen über den Tellerrand zu schauen uns auf den Weg machen zu Da Vincis Universum, einer Sphäre wo alles mit einander verbunden ist und uns die einengende Logik nicht mehr im Weg steht, dann haben wir als Spezies und auch KI gute Aussichten für eine gelingende Zukunft. Damit wir als Menschen uns wieder auf unser Menschsein im ganzheitlichen Sinne fokussieren können bzw. wir uns darauf wiederbesinnen können, müssen wir raus aus der kleinen schwarzen Box hinein in einen unendlichen Raum voll mit Möglichkeiten und neuen sowie alten Potenzialen. Wir müssen uns wieder den Raum geben Mensch zu sein, so wie schon Leonardo Da Vinci wunderschön gezeigt hat, wir passen nicht nur perfekt in ein Quadrat (homo ad quadratum) die kleine schwarze Box, wir füllen auch wunderbar einen Kreis (homo ad circulum) aus, der uns weit mehr Möglichkeiten zu denken und zu handeln zugesteht.

Genauso verhält es sich auch mit KI, solange wir sie in der kleinen schwarzen Box anketten, gebunden an alte einengende Axiome, wird sie uns keine Hilfe beim Lösen und hinterfragen der wirklich großen zukunftsträchtigen Probleme sein, im Gegenteil sie wird zum Problem.